REBECCA – ein begeisternder Weltbestseller, ein genialer Film, ein atemberaubendes Musical

StageDie Erfolgsgeschichte beginnt 1938 mit dem Roman „Rebecca“ von der englischen Autorin Daphne du Maurier. Mit der Erzählung über das junge Mädchen aus der Mittelschicht, das in eine Adelsfamilie einheiratet und auf dem englischen Anwesen Manderley um Liebe und Akzeptanz kämpfen muss, trifft du Maurier den Nerv der Zeit der 20-er Jahre. Die Leser sind begeistert. Nach und nach erobert „Rebecca“ mit Millionenauflagen die ganze Welt. Unter anderem für diesen Verdienst als Schriftstellerin erhielt Daphne du Maurier von der englischen Königin 1969 den Titel „Dame“. Heute zählt „Rebecca“ zu den Klassikern großer Unterhaltungsromane. Er wurde im Jahr 2000 als bester Mystery-Roman mit dem amerikanischen Anthony Award ausgezeichnet.

Als große Herausforderung, mit umso größerem Erfolg, arbeitete Alfred Hitchcock 1940 an der Verfilmung des Buches – seinem Hollywood-Debüt. Statt auf Mörder oder unschuldig Gejagte konnte sich Hitchcock erstmals ganz auf seine Spezialität konzentrieren, die dunkle Seite der menschlichen Seele. Dabei spielt er mit Angstphantasien und lässt Verstorbene den Lebenden das Dasein zur Hölle machen. Hollywood machte ihm seine Arbeit mit einem Millionenbudget, Stars wie Sir Lawrence Olivier und Joan Fontaine, opulenten Kulissen und großem Orchester leicht. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, die Verfilmung wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet.

StagePreisgekrönt ist auch die moderne Fassung, die die BBC im Jahr 1997 erstellt hat. Hier agierten Stars wie Charles Dance, Diana Rigg und Faye Dunaway. Im Gegensatz zu Hitchcocks Film, liegt der Schwerpunkt hier mehr auf der Geschichte der zweiten Mrs de Winter, die um ihre Ehre kämpft. Preis für die neue Inszenierung: ein Emmy, der „Fernseh-Oscar“.

Mittelpunkt sowohl im Roman als auch in den beiden unterschiedlichen Verfilmungen ist das englische herrschaftliche Anwesen Manderley. Es ist Sinnbild für den feinen britischen Lebensstil, der dort in den „Roaring Twenties“ ausgeprägt gepflegt wird. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wird in vollen Zügen genossen. Golf ist für die feine Gesellschaft nicht nur ein Sport, sie bezeichnet es als Privileg. Rang und Namen haben eine große Tradition, Konventionen bestimmen den Alltag. Bis heute steht die britische Lebensweise für einen erlesenen und exquisiten Geschmack. Große Luxushotels oder Schmuckhersteller geben Ihren Häusern und ihren Kostbarkeiten keine kunstvoll erdachten Bezeichnungen, sondern einen einzigen Namen, der für Stil und Wohlstand steht: Manderley.

Bilder:
Stage Entertainment
Quelle: Stage Entertainment, Stage Palladium Theater Stuttgart, Jürgen Langerfeld